Glücksspiel ist in Deutschland ein weit verbreiteter Zeitvertreib. Rund 1,3 Millionen Menschen zwischen 18 und 70 Jahren zeigen laut dem aktuellen Glücksspielatlas ein problematisches oder pathologisches Spielverhalten. Weitere drei Millionen gelten als gefährdet. Wer merkt, dass die Kontrolle über Einsätze, Spielzeit oder Geld verloren geht, findet hierzulande ein dichtes Netz aus kostenlosen und anonymen Hilfsangeboten. Ausführlichere Infos finden Sie unter visa einzahlung casino.
Bundesweite Beratung und Soforthilfe
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) betreibt mit der Telefonberatung unter 0800 1 37 27 00 eine der niedrigschwelligsten Anlaufstellen. Das Gespräch ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr möglich. Ergänzend bietet die BZgA eine Online-Beratung per Chat und E-Mail an.
Wer akut unter Druck steht, kann sich zudem an die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 wenden. Beide Nummern sind gebührenfrei und ebenfalls durchgehend erreichbar.
Ein wichtiger Schritt ist die Selbstsperre. Über die bundesweite Sperrdatei OASIS können sich Spielerinnen und Spieler für mindestens ein Jahr von allen legalen Glücksspielangeboten in Deutschland ausschließen lassen. Die Sperre greift bei Online-Casinos, Sportwetten, Spielbanken und Automatenaufstellern gleichermaßen.
Ergänzend lohnt der Blick auf Zahlungsdienste. Wer Einzahlungen über PayPal tätigt, sollte wissen, dass Rückbuchungen bei Verlusten in der Regel nicht möglich sind – PayPal schützt Käufe, keine Glücksspieleinsätze.
Ambulante und stationäre Therapie
Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) vermittelt über ihre Landesstellen konkrete Therapieplätze. In fast jeder größeren Stadt existieren Suchtberatungsstellen, die auf Glücksspiel spezialisiert sind. Die Beratung dort ist kostenlos und auf Wunsch anonym.
Bei ausgeprägter Abhängigkeit kommen ambulante Therapien infrage, die von den gesetzlichen Krankenkassen getragen werden. Etwa 60 Prozent der Betroffenen, die eine qualifizierte Behandlung abschließen, erreichen eine deutliche Verbesserung ihrer Situation.
Für schwerere Verläufe stehen stationäre Einrichtungen bereit, häufig mit einer Dauer von sechs bis zwölf Wochen. Die Kosten übernimmt in der Regel die Kranken- oder Rentenversicherung.
Ein Überblick über wichtige Kontakte:
| Anlaufstelle | Kontakt | Kosten |
|---|---|---|
| BZgA-Telefonberatung | 0800 1 37 27 00 | kostenlos |
| Telefonseelsorge | 0800 111 0 111 | kostenlos |
| Suchtberatungsstellen | vor Ort | kostenlos |
| OASIS-Selbstsperre | online | kostenlos |
Selbsthilfe und Prävention
Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Spieler bieten wöchentliche Treffen in vielen Städten. Der Austausch mit Betroffenen wirkt für viele stabilisierend, weil er Scham abbaut und konkrete Strategien vermittelt.
Präventiv hilft es, Limits zu setzen, Spielzeiten zu protokollieren und Zahlungsmethoden zu wählen, die keine spontanen Nachschüsse erlauben. Wer früh handelt, verhindert meist größere finanzielle Schäden.
